Mobile Isolierölregeneration
seit 2011 erfolgreich im Einsatz

Isolieröle in Transformatoren sind hohen thermischen und elektrischen Belastungen ausgesetzt. Diese führen im Laufe der Zeit und unter Einfluss von Temperatur, Sauerstoff und dem Kupfer der Transformatorwicklungen zur Bildung von Alterungsprodukten (Alkohole, Aldehyde, Ketone, Hydroperoxide, Säuren und Wasser). Erreicht die Konzentration solcher Produkte ein bestimmtes Niveau, ist die Betriebssicherheit des Transformators gefährdet. Dies vor allem auch deshalb, da die Alterungsprodukte ihrerseits zu einer beschleunigten Ölalterung beitragen - Eine Negativspirale wird in Gang gesetzt, die es dringend zu unterbrechen gilt. Eine Methode ist der Austausch des gealterten Isolieröles, die jedoch mit einer temporären Außerbetriebnahme des Transformators einhergeht. Zudem entstehen aufgrund der großen Ölvolumina hohe Kosten für Neuöl und Entsorgung des Altöls.

Als Alternative zum Ölwechsel setzt sich zunehmend die Regeneration der Isolieröle durch. Seit 2011 regeneriert VUM in Kooperation mit dem deutschen Partnerunternehmen STARKE & SOHN GmbH Isolieröle in Transformatoren. Diese erfolgt durch den Einsatz mobiler Regenerationsanlagen. Vor Ort und bei laufendem Betrieb der Transformatoren werden die Alterungsprodukte aus dem Isolieröl entfernt. Der Vorteil liegt auf der Hand: Kostenintensive Abschaltungen sind nicht mehr erforderlich, die erreichte Neuölqualität erhöht die Lebensdauer und Ressourcen werden geschont. Seit 2011 wurden in Österreich, Deutschland und Liechtenstein rund 80 Leistungstransformatoren mit einem Ölinhalt von etwa 1.000 Tonnen regeneriert.

Regenerationssäule (Fullererde)
Regenerationssäulen (Fullererde)

 

VUM-Laborleiter Martin Darmann (links) und Starke-Anlagenbetreuer Enno Bürrig (rechts) bei der Entnahme der Abschlussprobe

 


 

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